Gepardenmann • Matto Barfuss • Sa 12.01. • FernwehFestival

Gepardenmann • Matto Barfuss • Sa 12.01. • FernwehFestival
Samstag | 12. Januar 2019 | 20:00 Uhr


Gepardenmann – Gefleckte Jäger Afrikas.

Er ist der erste und einzige Mensch, der über drei Generationen auf allen vieren mit einer wilden Gepardenfamilie in der Serengeti lebte. Seit 1995 folgt Matto Barfuss den Spuren der großen Katzen 6 Monate pro Jahr durch Afrika. Seine Erfahrungen als Gepardenmann unter Raubkatzen sind bei seiner Arbeit sein wichtigstes Handwerkszeug. So war es nicht verwunderlich, dass Matto stets schwach wurde, wenn er auf Geparden stieß. Sofort heftete er sich an deren Fersen und erzählte als Filmer, Fotograf und Bestsellerautor deren Geschichte. Eigentlich dokumentiert er ja seit einigen Jahren fortlaufend verschiedene Löwenrudel in Afrika. Doch – „Ich bin den Geparden noch einen Hauch mehr verbunden“, gibt er gerne zu. Das Ergebnis seiner Gepardengeschichten ist die Multivisionsshow „Gepardenmann – die gefleckten Jäger Afrikas“. In diesem Werk aus wunderbaren Fotografien, Filmgeschichten und seiner unnachahmlichen Erzählkunst entführt der Künstler in die Weiten der Kalahari. Seine Geparden sind Persönlichkeiten mit Namen und Charaktere. Er schildert deren Überlebenskampf, die Nachbarschaften mit Leoparden und Löwen und nicht zu Letzt die Lebensfreude eines perfekten Katzentags. Da ist die Gepardin, die im Okavango-Delta fünf Junge bis ins Erwachsenenalter bringt und die Gepardin die mit ihren zwei Mädchen in den Salzpfannen der Kalahari überlebt. Herausragend ist das Gespann aus drei Gepardenbrüdern, die Barfuss über 3 Jahre verfolgte. In all seinen Geschichten blickt er immer wieder auf sein direktes Zusammenleben mit den Geparden in Tansania zurück. Er zeigt auf amüsante Art und Weise, wie man als menschlicher Gepard über die Runden kommt. Letztendlich erklärt dieser Umstand sehr genau, warum er die Tiere so gut versteht und sie in Gebieten mit für europäische Verhältnisse unglaublichen Dimensionen wieder findet. Es zeigt aber auch die Gefahren, wenn plötzlich ein Löwenrudel erscheint oder ein Leopard wie ein Geist aus dem Mopanewald auftaucht und eine Meerkatze jagt. Schließlich gibt es noch die harten Witterungs- und Lebensbedingungen für den Abenteurer. Im afrikanischen Winter arbeitet er mit steif gefrorenen Gelenken am Okavango-Fluss oder im Sommer bei über 50 Grad in einer „Sauna ohne Entkommen“ in den Wüstentälern der Südkalahari. „Ich bin eben ein Gepard und muss als solcher mit all den widrigen Bedingungen klarkommen“, winkt Matto lächelnd ab. Tatsächlich gibt es auch Geparden in den kargen und heißen Wüsten. Die Bilder sind einmalig und sprechen ihre eigene Sprache. Die Hitze verliert auch bald ihren Schrecken, wenn die Erdmännchen am Wegesrand auftauchen und Gepard und Mensch in überraschender Eintracht neugierig beobachten. Alles in allem ist die neue Multivisionsshow von Matto Barfuss ein Erlebnis für jung und alt. Sie entführt in ein Leben, von dem man träumt und das Matto exemplarisch einfach lebt.